Sonntag, 11. Oktober 2015

Walnuss oder Haselnuss

Der Walnussbaum kommt ursprünglich aus Persien und wurde auch persische Nuss genannt. Über Handelsrouten gelangte sie auch ins römische Reich und kam von dort dann auch zu uns. Ein Walnussbaum ist ein majestätischer Baum und wurde gern als Hausbaum gepflanzt. Heute sind die meisten Gärten zu klein dafür, so daß man ihn kaum noch sieht. In meiner Kindheit gab es noch bunte Teller zu Weihnachten und dort durften Walnüsse nicht fehlen.
Im Juni geerntete Walnüsse kann man einlegen oder zu Likör verarbeiten.

Da wir keinen Walnussbaum im Garten haben brachte mein Mann mir einige Eimer voll mit nach Hause. Nach dem Abpulen und Waschen kann man sie trocknen und luftig aufbewahren. Wir haben dafür drahtbespannte Holzstiegen.

Die Aussenhaut kann man noch verwenden um Holz oder Wolle zu färben. Durch den hohen Anteil an Gerbstoffen braucht man auch keine Beize. Früher hat man die Fruchtschalen auch als Haarfärbung benutzt. Bei mir kommt sie auf den Kompost. Mann kann auch gut säureliebende Pflanzen wie Rhododendron oder Hortensien damit mulchen.

Walnusskerne werden meist pur gegessen oder zum backen verwendet. Aus ihnen kann man auch leckere süße oder pikante Aufstriche machen.


Zum Abpulen der Fruchtschalen sollte man Handschuhe anzehen. Sie färben wirklich sehr stark.



Das Waschen der Nüsse (wenn nötig) sollte nicht zu lange dauern. Mann kann auch auf das Waschen verzichten



Gut ausgebreitet und luftig können die Nüsse trocknen und sollten öfter geschüttelt oder gewendet werden.Will man die Nüsse ungetrocknet essen sollte man die bittere Haut vom Kern abpulen.







Weniger umständlich und häufiger zu finden sind Haselnüsse. Man kann sie direkt nach der Ernte knacken und essen. Mit einem guten Mixer und einem Nussbeutel kann man eine leckere Haselnussmilch daraus machen. Dafür werden sie mit Wasser fein gemixt und in dem Nussbeutel abgeseiht. Mit dem Trester kann man leckere Kekse backen. Wenn man sie in der Pfanne röstet kann man die Kernhaut besser entfernen und sie haben einen intensiveren Geschmack.


Haselnüsse aus unserem Garten. Eine großfrüchtige Sorte.Die Ausbeute im ersten Jahr nach der Pflanzung. Das ist sicher noch ausbaubar.

Geknackte kleinfrüchtige Nüsse vom letzten Jahr von einem wilden Baum. Daraus werden Bratlinge für Nussburger nach dem Rezept von twoodledrum

Links zum Thema:

http://mundraub.org/

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/pflanzen/pflanzenportraets/wildpflanzen/07276.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Baum-Hasel

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wenn es dir auf meinem Blog gefallen hat, freue ich mich über deinen Kommentar.